Nach den IMMUC-Studien Projektbeschreibung IMMUC, in denen der Verlauf einer akuten Epstein-Barr-Virus assoziierten infektiösen Mononukleose (EBV-IM) sowie Risikofaktoren für eine protrahierte Symptomatik untersucht wurden, verfolgt die anschließende PAIS-EBV-CoV Pilot Study das Ziel postakute Infektionssyndrome (PAIS) nach einer Covid-19-Infektion mit PAIS nach einer EBV-Infektion zu vergleichen. Darüber hinaus sollen Risikomarker und potenzielle kausale Faktoren für einen langanhaltenden Verlauf nach EBV-IM, die in den Vorläuferstudien identifiziert wurden, validiert sowie neue Marker gefunden werden.
Hierfür soll eine Kohorte von 75 Patientinnen und Patienten im Alter von 10 bis 30 Jahren rekrutiert werden, die innerhalb der letzten vier Wochen eine EBV‑Primärinfektion erlitten haben. Die Teilnehmenden werden innerhalb der ersten vier Wochen nach Erkrankungsbeginn sowie nach drei und sechs Monaten klinisch und laborchemisch untersucht. Als Vergleichskohorten dienen gesunde Probandinnen und Probanden sowie Registerpatientinnen und ‑patienten mit schwerem postakutem Infektionssyndrom nach Covid‑19‑ oder EBV‑Infektion.
Zusätzlich zu den in der IMMUC Cohort Study durchgeführten Funktionstestungen wird ein 1-Minute-Sit-to-Stand-Test eingesetzt, um Ausdauer und Muskelkraft zu erfassen und zu prüfen, ob dieser Test einen prädikativen Wert für den weiteren Verlauf der EBV-IM besitzt.
Von den Ergebnissen erwarten wir eine verbesserte Phänotypisierung von PAIS nach EBV- und Covid-19-Infektion, ein vertieftes Verständnis der zugrunde liegenden Krankheitsmechanismen sowie Fortschritte in Diagnostik, Therapie und Prävention komplizierter Verläufe der EBV-IM, von PAIS nach EBV-IM und Covid-19, Post-Vakzinierungs-Syndromen und/oder anderen Formen von ME/CFS.
01.01.2026 - 31.12.2028
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Deutsches Zentrum für Infektionsforschung, DZIF