Das MCFC unter der Leitung von Prof. Dr. med. Uta Behrends bringt Fachkräfte aus der Medizin, Psychologie, Pflege, Sozialpädagogik sowie Physio- und Ergotherapie mit wissenschaftlichen und labortechnischen Mitarbeitern in einem interdisziplinären Team zusammen.
Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, die Versorgung junger Betroffener zu verbessern und gleichzeitig Ursachen, Biomarker sowie Behandlungsansätze der postinfektiösen Fatigue mit Belastungsintoleranz wissenschaftlich zu erforschen.
Als universitäre Einrichtung verbinden wir klinische Versorgung und Forschung. Unsere jungen Patientinnen und Patienten erhalten eine individuell abgestimmte interdisziplinäre und multiprofessionelle Versorgung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an klinischen Studien (siehe Projekte). Um die umfangreiche Diagnostik, Beratung und Forschung im Bereich chronische Fatigue und ME/CFS zu ermöglichen, wird unser Zentrum durch Spenden, gemeinnützige Stiftungen und staatliche Fördermittel unterstützt (siehe Förderer).
- Eine Anfrage ist möglich für:
- Kinder bis zum 18. Lebensjahr mit Wohnsitz in unserem Zuständigkeitsbereich in Bayern
- Junge Erwachsene bis zum 29. Lebensjahr mit Wohnsitz in Bayern
- Bitte senden Sie uns hierzu das vollständig ausgefüllte Kontaktformular zu.
Nach Eingang des Kontaktformulars und der Überprüfung der Kriterien senden wir Ihnen innerhalb weniger Tage verschiedene Fragebögen zu. Anhand dieser Fragebögen entscheiden wir, ob alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind. Ist dies der Fall, erhalten Sie eine Einladung für das MCFC und werden über den weiteren Ablauf sowie mögliche Studienteilnahmen informiert.
Wir bemühen uns, Ihnen möglichst zeitnah einen Termin anzubieten. Aufgrund der hohen Anzahl an Anfragen kann es jedoch dennoch zu längeren Wartezeiten kommen.
Grundsätzlich gilt: Je vollständiger Ihre Unterlagen sind, desto besser können wir uns bereits im Vorfeld ein Bild von Ihre Situation machen. Bitte lassen Sie uns daher alle ärztlichen Befunde sowohl vor als auch seit Erkrankungsbeginn zukommen.
Seit Erkrankungsbeginn benötigen wir insbesondere folgende Untersuchungsbefunde:
- EKG
- Herz-Ultraschall
- EEG
- Lungenfunktionstest
- Schädel-MRT
Um eine präzise Diagnose stellen zu können, schließen unsere spezialisierten Fachkräfte zunächst andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen aus. Dafür erfolgt die Diagnostik in mehreren Bausteinen:
- Eine ärztliche, psychologische und sozialmedizinische Anamnese
- verschiedene Funktionstests
- Blutabnahme für Laboruntersuchungen
Keine Sorge: Erholungspausen zwischen den einzelnen Untersuchungen und ausführliche Gespräche sind jederzeit möglich. Zudem wird die Diagnostik in der Regel auf zwei Tage verteilt.
Leider ist bisher noch vieles, was ME/CFS und post-Infektions-Syndrome wie Long/Post-COVID und Post-VAC betreffen unklar und die Versorgung oft noch unzureichend. Um besser zu verstehen, wie diese Erkrankungen entstehen, und um eine eindeutige Diagnostik zu ermöglichen, wird intensiv nach geeigneten Biomarkern gesucht. Gleichzeitig werden bestehende Therapiekonzepte kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut. Deshalb ist das MCFC neben der Patientenversorgung an zahlreichen Studien beteiligt (s. Forschung).
Bei Interesse an einer Studienteilnahme informieren Sie unsere behandelnden Ärztinnen und Ärzte gerne während Ihres Besuchs am MCFC oder bereits im Vorfeld.
Nach Ihrem Termin werden alle Untersuchungsergebnisse von unserem Team sorgfältig ausgewertet und eine Diagnose gestellt. In einem ausführlichen Gespräch informieren wir Sie über die Diagnose, erläutern das weitere Vorgehen und geben Empfehlungen zum Umgang mit der Erkrankung, beispielsweise zur Anbindung an sozialpädiatrische Zentren (SPZ) oder zur psychosozialen Nachsorge. Selbstverständlich bleibt dabei auch ausreichend Zeit, um offene Fragen zu besprechen.
Alle wichtigen Informationen und Empfehlungen erhalten Sie anschließend gebündelt in einem Arztbrief.